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Born: 05.03.1083 Achieved results: 1998 European 9-Ball Champion Pupils Devision
EPBF: Mit welchen Zielen bist Du nach Kaliningrad gekommen? Jungo: Mein Ziel ist es immer bei einer Eurotour, unter die letzten acht zu kommen. Das ist eigentlich unter finanziellen Gesichtspunkten die Mindestanforderung. Alles, was besser ist, ist ein Erfolg. EPBF: Hat Dich Dein Erfolg hier überrascht? Jungo: Nun, als ich im Verlaufe des Turniers gesehen habe wie es läuft, da habe ich schon meine kleine Chance gesehen. Aber an einen Sieg habe ich tatsächlich nicht gedacht. EPBF: Welches war Deine schwierigste Partie während des Turniers? Jungo: Ich glaube, es waren zwei, die sehr schwierig waren. Das wichtigste war das gegen Rother gleich in der zweiten Runde. Ich stand 6:9 hinten und habe noch 11:9 gewonnen. Hätte ich da verloren, wäre ich 33. gewesen. Und dann natürlich das Viertelfinale gegen Thomas Engert, das ich knapp mit 11:10 für mich entscheiden konnte. EPBF: Hast Du beim Stand von 10:9 für Lely, der ja dann auch das Break hatte, noch einen Sieg geglaubt? Jungo: Was heißt geglaubt? Ich wusste, wenn ich dieses Spiel irgendwie gewinnen, sind die Chancen eher größer für mich. Dann steht es 10:10 und ich breake. Und mein Break war eigentlich während des gesamten Turniers sehr gut, man kann sagen die Grundlage für diesen Erfolg. EPBF: Du bist noch Junior und wirst an den Europameisterschaften Ende Juli in Kiev teilnehmen. In welchen Disziplinen werden wir Dich sehen? Jungo: Ich starte im 8-Ball, im 9-Ball und im Team. EPBF: Werden wir Dich jetzt regelmäßig beider Tour sehen? Jungo: Ja, ich habe die beiden letzten Turniere gespielt und möchte regelmäßig teilnehmen. Von der Schule aus sieht es momentan besser mit Freistellungen. Dazu haben Presse und Regionalfernsehen erheblich beigetragen. Bisher war es immer ein kleiner Kampf, eine Freistellung zu bekommen. EPBF: Wie häufig und wie lange trainierst Du? Jungo: Eigentlich mache ich kein Training im herkömmlichen Sinn. Allerdings spiele ich jede Woche mindestens ein Turnier. Daneben bin aber noch zwei- bis dreimal am Tisch. EPBF: Du bist noch Schüler, was ist Dein Berufswunsch? Jungo: Mein Traum wäre Billardprofi, allerdings scheint mir das zu unsicher, so dass ich eine qualifizierte Ausbildung für unerlässlich halte. Mein Wunsch wäre Informatiker. Doch was es letztlich wird, muß man sehen. Ich besuche momentan die Handelsschule und daraus ergeben sich viele Möglichkeiten. EPBF: Danke für das Interview und viel Erfolg, sowohl für die Schule als auch für das Poolbillard. Jungo: Danke! Interview mit Alex LELY EPBF: Alex, Du hast wieder einmal ein Finale einer Eurotour erreicht. Hast Du mit diesem Erfolg gerechnet? Lely: Ja, gerechnet immer! Ich fahre zu jedem Turnier, um das Finale zu erreichen und möglichst auch zu gewinnen. EPBF: Du hast heute mit 10:11 gegen einen Newcomer aus der Schweiz verloren. Wie beurteilst Du sein Spiel? Lely: Ja gut, er ist jung, frisch, gerade 17 Jahre alt geworden. Er hat keine Angst, nur Selbstvertrauen. Er spielt schon gut. Jetzt gehört er dazu. EPBF: Du hast 10:9 geführt, hattest selbst das Break. Hast Du schon den Sieg vor Augen gehabt? Lely: Ja, natürlich, bessere Chancen kann man nicht haben. Doch man hat ja gesehen, wie Poolbillard laufen kann. Ich habe sogar noch gehofft, als es 10:10 stand. Aber er hat es sehr sauber ausgeschossen. EPBF: Was sind Deine Pläne für die nahe Zukunft? Lely: Ich werde die BCA 9-Ball Open spielen in Las Vegas im Mai, dabei spiele ich auch eine ATP Tour. Und wenn ich dann zurückkomme, will ich bei der Bear Open in Neuwied meinen Titel verteidigen. Dann sollte ich ein bisschen Urlaub machen. EPBF: Dann werden wir uns bei der nächsten Tour in Neuwied sehen. Bis dahin: Good luck! Lely: Danke! |