World Pool Billiard Contesting Team Cup
Ort: Taipei Municipal Gymnasium Sports Arena
Teilnehmer Gruppe A:
USA:  Johnny Archer, Michael Coltrain, Art Wiggins, Eileen Pippin, Jan Mc Worther
Taiwan I: Fong-Pang Chao, Ching-Hsun Yang, Ming-Wei Chien, Chun-Chen (Jennifer) Chen, Yung-Y Yiang
Ozeanien: Greg Jenkins, Louis Condo, Jimmy Henry, Tammy Cantoni, ?
Korea: Sin Young Park, Young Hwa Jeong, Won Suk Kim, Ga Young Kim, Yang Sook Chung

Teilnehmer Gruppe B:
Europa (Pic): Ralf Souquet, Thomas Engert, Peter F. Nielsen, Franziska Stark, Daniela Husseneder
Singapur: Tan Tiong Boon, Freddie Soh Chye Hian, Tey Choon Kiat Bernard, Varsha Majmudar, Ng Li Ping Shanna
Japan: Akikumo Toshikawa, Takashi Toda, Hisashi Yamamoto, Akimi Kajitani, Kimiko Yamauchi
Taiwan II: Kun-Fang Lee, Hui-Kai Hsia, Hui-Chang Lu, Hsin-Mei Liu, Tzu-Ping Tang

Ergebnis Gruppe A:  1. Taiwan I       6-0
                                   2. Korea           2-4
                                   3. USA             2-4
                                   4. Ozeanien       2-4

Ergebnis Gruppe B:  1. Japan           4-2
                                   2. Europa         4-2
                                   3. Taiwan II      4-2
                                   4. Singapur       0-6

Europa hatte einen schweren Einstand bei diesem Turnier aus zwei verschiedenen Gründen:
1. Man mußte zuerst gegen Taiwan II antreten und das gleich auf Tisch 1 mit live TV
2. Taiwan II hatte zuvor bereits gegen Singapur spielen dürfen und somit bereits Matchpraxis
Nielsen verlor die erste Partie gegen Lee wobei er nie ins Spiel fand.
Husseneder sah im 2. Spiel gegen die amtierende Weltmeisterin Liu lange wie die Siegerin aus, mußte aber das Spiel nach 6-3 Führung noch mit 6-7 abgeben. Das Herren Doppel Engert/Nielsen verlor im Anschluß gegen Lee/Hsia und somit war das Match bereits mit 0-3 zugunsten der Taiwanesen entschieden. Im Mixed Doppel schafften Stark/Souquet gegen Tang/Lu mit 7-1 den ersten Punkt für Europa. Im letzten Einzel gewann Engert gegen Hsia und stellte den Endstand von 2-3 aus europäischer Sicht her.
Im 2. Gruppenspiel gegen Japan mußte unbedingt ein Sieg her, wollte man nicht den Einzug ins Halbfinale vorzeitig verpassen. Nach einem hart umkämpften Auftaktsieg von Engert gegen Yamamoto folgte die Niederlage von Husseneder gegen Kajitani. Das Doppel Engert/Nielsen konnte auch im zweiten Anlauf gegen Toda/Toshikawa nicht überzeugen und verloren mit 5-7. Für den Ausgleich sorgte im Anschluß nach einer nervenaufreibenden Partie das Mixed Stark/Souquet gegen Yamauchi/Toshikawa mit 7-6. Im alles entscheidenden Einzel siegte Souquet gegen Toda mit 7-2 und stellte damit den so wichtigen Endstand von 3-2 für Europa her.
Auch im letzten Gruppenspiel gegen Singapur, das mit 5-0 gewonnen wurde, war es teilweise sehr eng und man mußte bis zum Schluß bangen, ob das Halbfinale erreicht war oder nicht.
Engert eröffnete mit 7-3 gegen Boon. Stark konnte nach ständigem Rückstand und einigen vergebenen Chancen das Match mit 7-6 gegen Shanna für sich verbuchen. Im Herren Doppel Engert/Souquet mußte man ebenfalls ständig einem Rückstand hinterher laufen bis man schließlich 7-5 gegen Hian/Bernard gewinnen konnte. Das Mixed Husseneder/Nielsen mußte auch lange kämpfen, um die Singalesen Majmudar/Boon zu besiegen. Im letzten Spiel sorgte Souquet gegen Bernard mit 7-4 für den Endstand.
Aufgrund unlogischer Rechenweise wurde man Gruppenzweiter hinter Japan und mußte somit im Halbfinale gegen das starke Team von Taiwan I antreten. Gut vorbereitet und eingestellt ging das Team in die Partie.
Engert siegte beim Auftakt vor ca. 1000 Zuschauern nach 2-5 Rückstand mit 7-5 gegen Yang. Stark war bis zum 0-4 gegen Chen nur einmal am Tisch. Sie konnte dann aufholen aber das Match nicht mehr umbiegen und verlor 4-7. Das Doppel Engert/Souquet sorgte im Anschluß für Stille in
der mittlerweile mit ca. 2000 Zuschauer besetzten Halle. Sie besiegten das Star Doppel Chao/Chien 7-0 mit einer Weltklasse Vorstellung. Das Mixed Husseneder/Nielsen hätte nun die Entscheidung zugunsten Europas herbeiführen können. Sie spielten ein sehr gutes Match gegen Yiang/Yang
wobei es ständig hin und her ging. Die Taiwanesen hatten im Verlauf des Matches einige Male Glück, daß ihnen die Weiße nicht ins Loch gefallen ist, sondern dreimal auf der Kante liegen blieb. So kam es zum Zwischenstand von 5-5. Dann ein Stellungsfehler von Husseneder, der Nielsen zu einem Jumpshot zwang. Dieser mißlang und Yiang/Yang beendeten das Match mit 7-5 für sich. Die letzte und entscheidende Partie spielte Souquet gegen Chao. Chao hatte von Beginn an den besseren Lauf und eilte mit 4-0 davon. Nach einem Fehler konnte Souquet ins Match finden und verkürzte auf 4-5, wobei man sagen muß, daß nicht eine einzige offene Partie dabei war. Nach einem Safe Duell im 10. Spiel mußte Souquet dann eine schwere 2 spielen, die er aber verschoß. Den einzigen Fehler des
gesamten Spiels nutzte Chao aus, beendete das Match mit 7-4 und besiegelte seinem Team mit 3-2 den Einzug ins Finale. Im Finale wartete Japan, das Korea im anderen Halbfinale mit 3-0 besiegt hatte.
Taiwan ging mit einem Sieg von Chao gegen Yamamoto in Führung. Chen erhöhte mit ihrem Sieg gegen Kajitani den Vorsprung auf 2-0. Den Anschluß schaffte das japanische Doppel Toda/Toshikawa mit 7-6 gegen Chao/Chien. Das Mixed brachte die Entscheidung zugunsten Taiwans.
Yiang/Yang spielten abermals furios auf und ließen Yamauchi/Toshikawa bei ihrem 7-1 Sieg nicht den Hauch einer Chance.

Taiwan I ist damit Sieger des World 9-Ball Continental Team Cup 2000 und konnte die Siegprämie in Höhe von 25.000 US$ einstreichen.
2. Japan        10.000 US$
3. Europa        7.000 US$
    Korea         7.000 US$
5. USA           5.000 US$
    Taiwan II    5.000 US$
7. Ozeanien     3.000 US$
    Singapur      3.000 US$

Nach kurzer Stellungnahme vieler teilnehmender Spieler, war man sich einig, daß es eine gelungene Veranstaltung war und man gerne wieder kommen würde. Es hat allen viel Spaß gemacht.